Der Pier wurde 1901 aus Holz errichtet und war ein Symbol des blühenden viktorianischen Zeitalters. Während des Zweiten Weltkriegs brannten die deutschen Besatzer den Pier aber 1943 aus Sorge nieder, die Alliierten könnten ihn bei ihrer Landung an der Nordseeküste nutzen. Er wurde schließlich wieder aufgebaut - diesmal aus Beton - und 1961 von Prinz Bernhard feierlich eröffnet. Örtliche Medien sprachen von der "Perle an der Nordsee und dem Stolz Den Haags". Die Van-der-Valk-Familie kaufte den Pier 1991 für einen symbolischen Gulden.
Der Pier steht bei Flut sieben Meter über dem Meeresspiegel. Auf ihm gibt es unter anderem ein Kasino, ein Restaurant, ein Spielplatz für Kinder und einen Aussichtsturm, von dem auch Bungee-Sprünge möglich sind. Die Kosten für die Unterhaltung des in die Jahre gekommenen Piers sind aber in die Höhe geschossen, die Stadt Den Haag will kein Geld in das private Bauwerk stecken. Der niederländische Immobilien-Magnat Rudy Stroink sieht keinen kommerziellen Wert mehr in dem Pier: "Ein Abriss könnte die kostengünstigste Lösung sein." (red.yoopress)




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