Bründlmayer keltert seinen einzigen Rosé seit jeher aus Zweigelttrauben, da diese auch in mittleren und schwachen Jahren eine überdurchschnittliche Fruchtigkeit abgeben. Mein erster Rosé war also ein kräftig-eleganter Wein. Und ich hatte gleich alles richtig gemacht. Ich hatte einen Rosé zu meinem Lieblingswein erklärt, der aus Trauben gepresst wurde, Trauben, die extra für einen Rosewein angepflanzt wurden. Das ist nicht selbstverständlich.
Denn noch immer entsteht der größte Teil aller weltweit fabrizierten Roséweine als "Abfallprodukt" der Rotweinproduktion. Teile des Rotweinmostes werden ohne Pressung aus der Gärung genommen und als (oft sehr heller) Roséwein vinifiziert. Diese Methode ist in Frankreich weit verbreitet und trägt den Namen "Saignée". Leider muss das auf der Flasche nicht angeführt werden. Saignée-Weine sind dünnflüssige Langeweiler, die man besser machen könnte, wenn man wollte. Für viele Winzer aber sind sie schnelles und unkompliziertes Geld. Sommerlimonade mit Alkohol. Sonst nichts.
Die Saignées sind das größte Problem der Roséweine, denn sie geben den Anschein, dass Rosé kein ernsthafter Wein sein kann. Das andere Problem ist, dass die teuersten Roséweine der Welt, jene der Domaines Ott aus der Provence, bestenfalls mittelmäßige Kreszenzen sind. Viele weit günstigere Roséweine aus Deutschland (zum Beispiel der Spätburgunder-Rosé "Gips" von Gerhard Aldinger aus Württemberg) entpuppen sich in Querverkostungen als haushoch überlegen. Trotzdem behaupten die Domaines Ott weiterhin den Premiummarkt der Roséweine. Das alleine, weil sie genügend Flaschen produzieren, und damit die ganze Welt bedienen. (cptn.cork - manfred.klimek)
... und weiter gehts mit Teil 2 - einfach dem Link folgen:
| Think Pink. Drink Pink. Pee Pink - Part II: Der Russe ist schuld! |




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