Florian Illies, Autor der "Generation Golf", beschreibt die zwischen 1965 und 1975 Geborenen als eine mehrheitlich unkritische, politisch desinteressierte und nur nach Konsum strebende "Ego-Gesellschaft". Ganz anders präsentiert sich dagegen die heranwachsende Winzergeneration, die "Generation Riesling", die für Schlagzeilen sorgt, weil sie auch in schwierigen Zeiten erfolgreich wirtschaftet.
Die seit 1975 Geborenen haben im Gegensatz zur Generation Golf zahlreiche Krisen, wie beispielsweise das Platzen der Internet-Blase im Jahre 2000, eine Verschärfung extremistischer Anschläge sowie die jetzt herrschende weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise bewusst miterlebt. Junge Verantwortungsträger dieser neuen Generation, nicht nur - aber eben auch - in der Weinwirtschaft, haben daher einen ausgeprägten Realitätssinn, kooperieren statt zu konkurrieren.
Die Vertreter der Generation Riesling sind Winzer und Weinwirtschaftsexperten aus Leidenschaft. Sie sind hoch qualifiziert, konsequent qualitätsorientiert, international erfahren und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Sie haben verstanden, dass man in einer globalisierten Welt und beschleunigten Zeiten lieb gewonnene Trampelpfade der Vorväter manchmal verlassen muss, um im verschärften Wettbewerb zu bestehen und nachhaltig erfolgreich zu sein. Sie sind dynamisch, einige schließen sich zu Gruppen und Initiativen zusammen, andere arbeiten ihre individuellen Stärken heraus. "Riesling" steht dabei nicht nur als Markenname für die international bekannteste Rebsorte, sondern auch für den Willen zum internationalen Erfolg, natürlich auch mit Spätburgunder (Pinot Noir), Silvaner und anderen gebietstypischen Rebsorten.
So lässt sich in Kürze die heranwachsende Winzergeneration beschreiben, die dem deutschen Wein weltweit ein neues Gesicht geben will.




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