Dipl.-Ing. Giulio Marano von ICOMOS, dem Deutschen Nationalkomitee, teilte Pro-Mosel in einem Schreiben mit:
"Ein Gutachten Tricaud könnte vielleicht feststellen und nachweisen, dass der Bau dieser Brücke einen möglicherweise vorhandenen -outstanding universal value- eines vorzusehenden Welterbes so stark beeinträchtigen würde, dass die positive Entscheidung zu einer Eintragung in die Liste des Welterbes nicht zu erwarten wäre."
Folgende Konsequenzen wären nach Marano daraus zu ziehen:
"Falls die Auffassung zur negativen Auswirkung der Brücke unter dem Gesichtspunkt -Weltkulturerbe- von der Landesregierung akzeptiert würde, müssten die Planungen und Vorbereitungen zum Brückenbau eigentlich abgebrochen werden. Diese Haltung der Landesregierung in den von Ihnen angesprochenen Fragen ist auch deshalb von zentraler Bedeutung, weil sie - im Rahmen der föderalen Verfassung der Bundesrepublik und der damit verbundenen Kulturhoheit der Länder - für die ersten Schritte bei einem Antrag zur Aufnahme in die Welterbeliste zuständig ist, der dann über die Kultusministerkonferenz und das Auswärtige Amt an die UNESCO weitergeleitet würde."
Es ist Wahlkampf in Rheinland-Pfalz und es stellt sich die Frage, inwieweit die Bemühungen der Landesregierung wirklich ernst gemeint sind. Die Moselregion wird jedoch, solange sich in der Brückenfrage nichts ändert, den begehrten UNESCO-Titel kaum erleben. (red.yoopress)




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