VDP-Klassifikation öffnet sich Neuzüchtungen

Montag, 09. Juli 2012 | 08:44 Uhr | R.KNOLL | VDP
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Bundes-Mitgliederversammlung der VDP Prädikatsweingüter in Freiburg (Foto: VDP)

DEUTSCHLAND (Freiburg) - Bei der jährlichen Mitgliederversammlung der Prädikatsweingüter (VDP) in Freiburg/Breisgau war natürlich die vierstufige, teilweise auch dreistufige Klassifikation, die ab dem Jahrgang 2012 gelten soll, das Hauptthema. Betont wurde erneut die regionale Eigenverantwortung, mit der speziellen Besonderheiten Rechnung getragen werden kann. Typisches Beispiel dafür ist die Lage Würzburger Stein, deren Nennung normalerweise der Großen Lage oder dem Großen Gewächs vorbehalten wäre. Aber die Würzburger Güter werden es sich kaum leisten können, auf wichtige Umsatzträger unter der Bezeichnung Würzburger Stein Spätlese oder Kabinett zu verzichten.

Besprochen wurde auch die künftige Deklaration auf der Flasche. „VDP.Große Lage“ (die Spitze) und „VDP.Erste Lage“ (quasi der Zweitwein) werden künftig als umlaufendes Band auf der Kapsel zu finden sind, zusätzlich zum Adler. Die Kennzeichnung von Ortswein und Gutswein kann in gleicher Weise erfolgen. Für die herben Großen Gewächse aus den Großen Lagen wird es künftig Flaschen mit Sonderprägung geben, die einen Bezug zum bisher verwendeten 1Traube-Logo hat.

Die maximalen Ernteerträge wurden so gestaffelt: 50 hl/ha für die Große Lage/Großes Gewächs, 60 hl/ha für Erste Lage und Ortswein (damit wird Regionen wie Rheinhessen Rechnung getragen, die auf die Erste Lage verzichten, aber bei den Ortsweinen strenge Kriterien haben wollen) sowie 75 hl/ha für Gutswein. Und dann gibt es noch eine Öffnung für Neuzüchtungen. Rieslaner und Scheurebe, beides Aromasorten, die sehr rassige, filigrane Weine vor allem im edelsüßen Bereich liefern können, sind künftig für die Erste Lage möglich. (r.knoll)

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