Ein „symbadischer Mensch“ - Fritz Keller erhält die 57. Brillat Savarin-Plakette

Samstag, 21. April 2012 | 08:06 Uhr | RED.YOOPRESS | AUSZEICHNUNGEN
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Von links: Hubert Möstl, Sprecher des Brillat Savarin-Kuratoriums, FBMA-Präsident Udo Finkenwirth, Preisträger Fritz Keller, Michael Bläser, FBMA-Stiftungsratsvorsitzender. (Bild: FBMA)

DEUTSCHLAND (Vogtsburg Oberbergen) - FBMA-Stiftung ehrt den Winzer und Gastronom Fritz Keller als Impulsgeber der deutschen Weinkultur im Beisein von hochkarätigen Gästen aus Politik, Sport, Gastgewerbe und Weinwirtschaft. Mit einer der traditionsreichsten Auszeichnungen im Gastgewerbe, der Brillat Savarin-Plakette, wurde somit diese Woche der Winzer und Gastronom Fritz Keller von der Stiftung der Food + Beverage Management Association ausgezeichnet.

Friedrich Walter Keller, unter dem Rufnamen Fritz Keller bekannt, führt bereits in dritter Generation das Weingut Franz Keller Schwarzer Adler in Vogtsburg-Oberbergen sowie das Hotel und Sternerestaurant Schwarzer Adler, das Winzerhaus Rebstock und einen Weinhandel. Die Auszeichnung, vergleichbar mit dem Oscar für das Lebenswerk, erhielt der 55-jährige Fritz Keller für seine Weitsicht und sein kontinuierliches Qualitätsstreben, mit dem er den deutschen Wein nachhaltig prägt und der Weinkultur Badens internationale Anerkennung verleiht. Zur Verleihung fanden sich über dreihundert Festgäste aus Politik, Sport, Gastgewerbe, Weinwirtschaft und den Medien an der Wirkungsstätte des Preisträgers im Kaiserstuhl ein.

„Mit Fritz Keller feiern wir die Überwindung der puritanischen Anspruchslosigkeit durch die Lebenslust“, charakterisierte der Gastronomiekritiker und Journalist Wolfram Siebeck die Leistung des Preisträgers in seiner Laudatio. Siebeck schlug den Bogen über den Vater Franz Keller, von dem der Sohn die Philosophie von der Erzeugung und Verwendung erstklassiger Produkte übernahm, bis zur Gegenwart, in der Fritz Keller mit dem Neubau seines Weingutes ein „Kraftwerk des Genusses“ schaffen werde.

Friedwolf Liebold, maßgeblich an der Entwicklung der traditionsreichen Auszeichnung beteiligt, führte in die Gedankenwelt des Namensgebers der Plakette, des Schriftstellers und Feinschmeckers Jean Anthelme Brillat Savarin, ein, der mit Redewendungen wie „Der Mensch ist, was er isst“ die Genuss orientierte Sprache prägte.

Liebold begrüßte unter den Festgästen die früheren Preisträger Roland Burtsche (Colombi Hotel), Albert Darboven (J.J. Darboven), Heiner Finkbeiner (Traube Tonbach), Erivan Haub (Tengelmann), Dr. Claus Stauder (Stauder Privatbrauerei), Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Underberg) und Rolf Wegeler (Sekt und Weine).

Bereits seit 57 Jahren wird die renommierte Auszeichnung an Vordenker und Persönlichkeiten mit prägendem Einfluss auf die Branche verliehen, seit dem Jahr 2006 von der gemeinnützigen Stiftung des gastgewerblichen Fachverbandes Food + Beverage Management Association. Stiftungsratsvorsitzender Michael Bläser würdigte den Preisträger als authentische Persönlichkeit, die Wert auf Nachhaltigkeit, Tradition und Werte legt aber zugleich frische Geister zulässt. Kurz, als „symbadischen" Menschen, der das lebt, was er predigt!“ Die Plakette überreichten gemeinsam Michael Bläser, der FBMA-Präsident Udo Finkenwirth und der Sprecher des Brillat Savarin-Kuratoriums, Hubert Möstl.

Ein Leben im Sinne Brillat Savarins

Neben Weinkultur und Gastlichkeit prägt der Fußball das Leben von Fritz Keller. Viel Sportprominenz, unter anderem der Trainer des Sport Clubs Freiburg, Christian Streich, und sein Vorgänger Robin Dutt waren daher nach Oberbergen gekommen, um dem Präsidenten des SC zur Auszeichnung zu gratulieren.

In seinen Dankesworten verwies der Preisträger auf den Anteil, den seine Vorfahren, die Familie, die Mitarbeiter aber auch der SC Freiburg an dem Erreichten haben. Er selbst sei im Sinne Brillat Savarins großgezogen worden, schilderte Fritz Keller seine Jugendjahre, als er mit den Eltern an den Ruhetagen nach der Schule zu den Großen der Branche wie Bocuse zum Abendessen fuhr.

Mit einem großen Fest, zu dem neben dem Team des Gourmetrestaurants Schwarzer Adler befreundete Winzer aus dem Rheingau und Frankreich sowie viele weitere Geschäftspartner des Preisträgers beitrugen, fand der Abend seinen Fortgang im Sinne des Namensgebers. (red.yoopress)

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