Kurt Beck sorgt sich um seine neuen Schützlinge und hat sie reichlich mit Posten bedacht, doch nichts ist umsonst. Die Grünen fügen sich willig in die ihnen zugedachte Rolle, die Vorsitzende Eveline Lemke forderte am 8. Mai auf der Landesdelegiertenversammlung gar Rücksichtnahme gegenüber dem Koalitionspartner SPD. Die Akzeptanz der Hochmoselbrücke, die Beck den Grünen abgetrotzt hatte, wird zum schwarzen Loch, zum Zentrum der Regierungskoalition. Für Beck ist sie Symbol seiner zentralen Macht, für die Grünen Zeichen ihrer zukünftigen Abhängigkeit.
Nach dem Ende der Koalitionsverhandlungen erreichten die Bürgerinitiative Pro-Mosel teilweise sehr emotionale Zuschriften von enttäuschten und empörten Bürgern aus allen Regionen Deutschlands: "Die Hochmoselbrücke darf nicht kommen! Sie ist von Betonköpfen der 70er Jahre erdacht mit völlig unsinnig hochgerechneten Verkehrzahlen aus den 60ern.", "Das ist das Aus für die Region im Tourismus und der Naherholung.", "unverantwortlich und unsinnig". "Ramsauers Regressansprüche sind freche Drohung, aber doch 'Peanuts' im Vergleich zur Zerstörung, die die diese Maßnahme anrichtet."
Die Bürgerinitiative sieht sich darin bestätigt, ihren Kampf fortzusetzen ."Es steht zuviel auf dem Spiel, um jetzt einfach aufzugeben.", so der Vorsitzende Georg Laska. "Immerhin geht es um eines der bekanntesten Urlaubsgebiete Deutschlands und um beste Riesling-Weinlagen." Nach wie vor wird die Öffentlichkeit mit falschen Zahlen abgespeist, sowohl was den Verkehrsbedarf als auch die Kosten betrifft. Der Ausstieg wird deutlich billiger als offiziell dargestellt, der Weiterbau erheblich teurer.
Pro-Mosel wird weiter über die Hintergründe der Baumaßnahme informieren, versteckte Risiken und mögliche Rechtsverletzungen aufdecken und immer wieder die Verantwortung für die Jahrtausende alte Kulturlandschaft anmahnen. (red.yoopress)
| Kommentar zur Hochmoselbrücke: Moselaner fühlen sich verraten und verkauft |




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