Aufpassen Weingüter! Ein Medium versucht zu tricksen

Sonntag, 08. Mai 2011 | 09:28 Uhr | R.KNOLL | MEDIEN
2011_05-vertrag
Vorsicht bei Kontakt mit: Verlagsgesellschaft Internationale Wirtschaftsnachrichten in Mülheim an der Ruhr (Wirtschaft heute)

DEUTSCHLAND (Würzburg) - Wer kennt sie nicht, die Faxsendungen zum Thema Branchenbuch, die in unschöner Regelmäßigkeit in den Büros von Selbstständigen und Unternehmen landen. Man wird aufgefordert, zur schon eingetragenen Adresse (die kostenfrei ist) noch Telefonnummer, Faxnummer und Mail-Adresse nachzutragen. Der Absender spekuliert auf einen Automatismus beim Empfänger und dass dieser den klein gedruckten Hinweis übersieht, dass für die Zusatzeinträge hohe Kostenbeiträge anfallen, in der Regel so zwischen 600 und 800 Euro.

Dass etliche Leute dies - trotz häufiger Warnungen - nicht bemerken, wird immer wieder durch Presseberichte deutlich. Tatsache ist leider, dass mit dem Nachtrag und seiner Unterschrift einen Vertrag unterschrieben wurde, aus dem man praktisch nicht heraus kommt. Der Polizei sind die Hände gebunden, sie kann nicht mal Strafanzeigen wegen Betrugs annehmen, sondern nur darauf hinweisen, dass man halt genauer hätte hinschauen müssen.

Mit einer ähnlichen Masche, die nur für die Betroffenen noch etwas teurer werden kann, scheint neuerdings die Verlagsgesellschaft Internationale Wirtschaftsnachrichten in Mülheim an der Ruhr auf Kundenfang zu gehen, offenbar auch in der Weinbranche. So tauchte auf der ProWein in Düsseldorf bei einem großen deutschen Weingut ein angeblicher Journalist des Zeitschrift Wirtschaft heute auf, der vorgab, einen Bericht über das Haus zu schreiben. Er bekam jede Menge Auskünfte und Unterlagen.

Ein paar Wochen später erhielt unser Weingut den „Text- und Seitenlayoutentwurf des Unternehmensportraits zur Leseprobe“, mit dem Vermerk „Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, eine überzeugende Präsentation Ihres Unternehmens zu gestalten.“ Im Weingut las man die Beschreibung und war zunächst glücklich darüber. Denn eine Lobeshymne jagte die andere. Dazu waren noch fünf zweispaltige Bilder eingeplant.

Die zuständige Mitarbeiterin hatte bereits den Kugelschreiber in der Hand, um per Rückfax „an die Redaktion“ die Druckfreigabe zu erteilen. Von irgendwelchen Kosten war hier nichts vermerkt, nur konnte angekreuzt werden, wie viel Hefte man zu Vorzugspreisen beziehen könnte (bei 20 Exemplaren a 4,40 €, bei 1000 nur mehr 2,10 €).

Zum Glück wurde nochmals das Anschreiben zur Hand genommen. Hier wurde versichert: „Wie bereits bekannt, ist die Texterstellung kostenfrei“. Der Haken stand in den nächsten beiden Sätzen: „Die Veröffentlichung der Fotos ist wie im Layout vorgesehen. Die Kosten hierfür betragen 9,95 € pro mm Höhe/Spalte“ – eine im ersten Moment gering anmutende Zahl, die etwa dem Verkaufspreise einer Flasche normalem Wein aus diesem Haus entsprach. Doch jetzt war man aufmerksam geworden, rechnete nach und kam auf eine Summe von mehr als 5000 € ohne Bildunterschriften und ohne Signet des Hauses, die vermutlich auch noch in einer Rechnung aufgetaucht wären.

Im Weingut fiel man aus allen Wolken, schimpfte zunächst auf die „unseriösen Journalisten“, bis man erkannte, dass dies mit Journalismus nichts zu tun hatte, sondern ein Versuch war, einen Betrieb a’la Branchenbuch-Eintrag über den Tisch zu ziehen. In den Media-Daten, die auf der ProWein nicht übergeben wurden, war "Wirtschaft heute" präziser. Hier ist die Rede von „Insertion von Bildmaterial“ - eine neue Wortschöpfung.

Mag ja sein, dass es Unternehmen gibt, denen solche Berichte in einem Magazin, das 10 000 gedruckte Exemplare als Auflage angibt, viel Geld wert sind. Schließlich erlebt „der Leser die Unternehmen direkt anhand informativer und spannender Unternehmensportraits, die auf Basis intensiver Gespräche mit Verantwortlichen vor Ort entstehen“ (so die Verheißung in den Mediadaten). Aber zumindest dieser Fall hat viel Hautgout . Es ist nur zu hoffen, dass andere Gutsbesitzer, die ebenfalls derartige Gespräche führten, so schlau waren wie unser Betrieb und kein Schockerlebnis nach einer unerwarteten Rechnung hatten. (r.knoll)

Kommentare (1)
Vorsicht
geschrieben am 09.03.2012 von Ulrich Lengenfeld
ACHTUNG ABZOCKE: INTERNATIONALE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN VERLAGSGESELLSCHAFT
Geschrieben am Freitag, 08. Januar 2010 von Thomas Kilian
?In Krisenzeiten suchen die Unternehmen verstärkt nach Wegen, Kosten zu reduzieren.? Mir scheint, als wenn in Krisenzeiten dubiose Geschäftemacher nach Wegen suchen, um Unternehmen das Geld aus der Tasche zu ziehen. So erhielt ich vor einigen Wochen einen Brief der ?Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft mbH?, in dem mir eine Veröffentlichung über Ihr Unternehmen angeboten wurde. Heute kam dann ein erneuter (unaufgeforderter und an die alte Firmierung adressierter) Werbebrief vom IWN-Verlag. Soweit mir bekannt ist, sind solche unpersonalisierten (?Sehr geehrte Damen und Herren?) Werbebriefe nach aktueller Rechtssprechung gar nicht mehr zulässig. Doch der Oberklops ist das dreiste Angebot der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft.

WAS DIE INTERNATIONALE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN VERLAGSGESELLSCHAFT ANBIETET
So heißt es im Brief, dass ?den hastigen Sparmaßnahmen nicht selten als Erstes die Werbebudgets zum Opfer fallen?. Und weiter zum Angebot der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft:

Diese Problematik möchten wir unseren Lesern, Entscheidungsträgern aus allen Branchen, näher bringen und planen eine Serie von Beiträgen über Werbeagenturen und ? dienstleister. Wir möchten in diesem Rahmen auch einen Beitrag über Ihr Unternehmen veröffentlichen und würden uns freuen, wenn ein Mitglied der Geschäftsleitung einem unserer Redakteure für ein Interview zur Verfügung stehen könnte. Neben ihrem Dienstleistungsangebot ist auch ihre Meinung zur Werbung in Krisenzeiten von Interesse.
Klingt doch gar nicht schlecht. Interviews gebe ich immer gerne, und wenn ich ?nebenbei? noch auf die Leistungen unserer Internetagentur verweisen kann, stehe ich für ein Gespräch doch sofort zu Stelle.



Wie so häufig, kommt es auch beim unerwünschten Werbebrief der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft auf das Kleingedruckte an. Beinahe zufällig bin ich erst heute (!) auf den folgenden Passus gestoßen ? war mir beim Lesen vor einigen Wochen gar nicht aufgefallen:

Die Veröffentlichung ist für die kommende Ausgabe unseres Magazins ?Regionaleurooäischer Wirtschafts-Spiegel? vorgesehen. Interview und Texterstellung sind für Sie kostenfrei. Veröffentlichtes Bildmaterial wird mit Euro 9,95 pro mm-Höhe/Spalte berechnet. Vor der Veröffentlichung erhalten Sie einen Korrekturabzug…
Halt! Moment mal! Taschenrechner raus:

Autorenfoto:
5 cm hoch, 2 Spalten breit
50 * 9,95 Euro * 2 Spalten = 995 Euro

Buchcover Igel-Faktor, Bürogebäude oder Referenzfoto
7 cm hoch, 3 Spalten breit (soll ja wirken!)
70 * 9,95 Euro * 3 Spalten = 2089,50 Euro

Summe = 3084,50 Euro zuzügl. MwSt.

DIE DREISTE ABZOCKE DER INTERNATIONALEN WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN VERLAGSGESELLSCHAFT

Bei den Zahlen wird einem ja schwindelig ? schließlich geht es um den Regionaleuropäischen Wirtschafts-Spiegel und nicht den echten SPIEGEL. Die magere Auflage von 10.500 Exemplaren (lt. Mediadaten des IWN-Verlags) rechtfertig wohl in keiner Hinsicht diese Summen. Noch dazu wird mir hier unter Vorhaltung falscher Tatsachen (?planen wir zurzeit eine Reportage über Ihr Unternehmen?) eine kostenpflichtige Werbung untergejubelt. Wie ich herausfinden konnte, sind schon Unternehmen auf die dreiste Abzocke der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft reingefallen, andere sind verunsichert, ob sie das Angebot annehmen sollen. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag auf das Geschäftsgebaren des IWN-Verlags aus Mühlheim a. d. Ruhr hinweisen, damit Unternehmen ? gerade in Krisenzeiten ? ihr Geld nicht zum Fenster rausschmeißen, sondern sinnvoll und nachhaltig investieren können.

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32 KOMMENTAR(E)
zum Beitrag ?Achtung Abzocke: Internationale Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft? Peter.
Am 8. Januar 2010 um 18:12 Uhr
Dass es aber auch immer noch keinen zuverlässigen SPAM-Filter für den Briefkasten gibt…

Stechmücke
Am 11. Januar 2010 um 23:36 Uhr
Vielen Dank für diesen Hinweis, wir haben diese Schreiben auch erhalten. HG Stechmücke

Christoph
Am 13. Januar 2010 um 11:48 Uhr
In der Tat ist das ne üble Masche. Gut, dass der Taschenrechner zur Hand war
Ich kann übrigens gut mitfühlen. Als ich meine GmbH gegründet hatte, bekam ich nahezu jeden Tag ein zuweifelhaftes Schreiben. Vor allem vor kostenpflichtigen Einträgen in irgendwelche Wirtschaftsverzeichnisse kann ich nur warnen. Die Aufmachung der Schreiben hat teilweise geradezu offiziellen Charakter aber der Nutzen wäre gleich null…
Also weiterhin Augen auf und Kopf an!

Für den Igel-Faktor wünsche ich viel Erfolg.
Grüße, Christoph

Jan (Aysberg)
Am 15. Januar 2010 um 10:29 Uhr
Ach nee, heute auch bekommen. Bin gottseidank noch nie reingefallen, halte aber die Augen auch immer offen.

Das von Dir publik gemachte Schreiben ist nicht das einzige in der Art. Gerade auch einen Brief von ?branchenklick.de? bekommen, der erstmal nach dem bekannten gelben Branchenbuch aussieht.

Fies auch: Als Empfänger liest man erstmal ?Deutsche Post?, auf den zweiten Blick: Versand per Deutsche Post an … Branchenclick.de.

Philip
Am 2. Februar 2010 um 15:13 Uhr
Vielen Dank für den Beiträg, hätte ich mal früher lesen sollen. Bin im letzten Winter (2009) reingefallen und habe gerade den Gerichtstermin bekommen, weil ich nicht zahlen wollte. Die Bilder hat der ?Journalist? vom IWN einfach mal selber ausgesucht: 6500 Euro stehen nun auf der Rechnung.

Gruß

Philip

axxelerate
Am 19. Februar 2010 um 17:51 Uhr
genau den selben schlüpfrigen brief haben wir auch bekommen. eine echt miese masche.

…genauso wie die schreiben, die man bekommt, wenn man eine marke ( int.) hat eintragen lassen.
da bekommt man auch ständig irgendwelche schreiben, die hochoffiziell aussehen, und deren rechnungsbetrag zufällig genau derselbe ist, den man für die eintragung leisten muss…

..also immer schön das kleingedruckte lesen

Tobias
Am 7. Mai 2010 um 13:06 Uhr
Hallo Herr Kilian,

vielen Dank für den Beitrag, habe den Brief vor ein paar Tagen erhalten und gleich im Internet recherchiert. Habe Ihren Eintrag gefunden.

Vielen Dank für die rechtzeitige Warnung.

Schöne Grüße

Jeannine
Am 10. Mai 2010 um 17:27 Uhr
Die internationalen Wirtschaftnachrichten iwn-verlag.de machen ähnlich wie auch der obigen Brief in bestem Englisch auch englische Firmen unsicher. Die Herren des Verlags sind auch bestens auf die internationale Kundschaft ausgerichtet. Englische Muttersprachler und gute Korrespondenz locken schnell die Unterschrift auf das Faxauftragsformular, auf dem in keinster Weise die entstandenen Gesamtkosten ersichtlich sind. Die Rechnung über 1300 Euro und mit einer Klage wurde auch schon gedroht! Da vertröstet auch nicht, dass von den Herren eine Ermäßigung auf 1000 Euro angeboten wurde. Man fragt sich doch, ob man den IWN Verlag nicht einfach auflaufen lassen soll … ?

thomas
Am 19. Mai 2010 um 17:47 Uhr
Hallo, war leider nicht so schnell mit dem Taschenrechner und sitze nun hier mit der Rechnung
Gibt es Erfahrungen mit Gerichtsterminen etc?

Hannnes
Am 28. Mai 2010 um 08:38 Uhr
Ich sitze hier auch gerade mit einer Rechnung von denen über 4500 €. Gibt es Erfahrungen mit Ureilen und/oder Vergleichsmöglichkeiten. Meine Erfahrungen werde ich natürlich auch posten.
LG
Hannes

Christina
Am 28. Mai 2010 um 13:41 Uhr
Ich habe das Schreiben kürzlich auch bekommen ? als ich das erste Mal nicht reagiert habe, kam doch heute, drei Wochen später, prompt ein Reminder. Zum Glück findet man über Google bereits einige Infos über den zweifelhaften Verlag..

Fred
Am 6. Juni 2010 um 09:22 Uhr
Ich bin auch reingefallen und gehe jetzt vor Gericht.
Wie sind denn die anderen Gerichtstermiene ausgegangen?
Grüße

Johannes
Am 9. Juli 2010 um 07:48 Uhr
Wenn es mehrere Opfer gibt, kommt dann nicht vielleicht eine Sammelklage in Betracht? Sind ebenfalls mit 7300,-€ reingefallen.
Wollen die Sache jetzt dem Anwalt übergeben. Wären für Hilfe, welche Punkte ihr anführt (außer der offensichtlichen Irreführung) dankbar.
Ebenfalls über Eure Gerichtsurteile oder Vergleiche.

Frank
Am 17. August 2010 um 10:40 Uhr
das sind solche Gauner. Klagen Sie bis zum OLG und dann kekommen die kalte Füße. Ein BGH Urteil wollen die nicht. Wenn der Beklagte weiter klagen will um ein Urteil bei dem BGH zu erreichen dann ziehen die einfach die Klage zurück… denn dann wäre das Geschäft kaputt..
PS mit einem Heft machen die mal eben 400.000 Umsatz

Michael
Am 15. November 2010 um 18:43 Uhr
Hallo Mitbetroffene,
wie sind Eure Gerichtsverfahren ausgegangen ??? Bin an Urteilen oder Rechtsanwaltskanzleien interessiert, die die Forderungen von IWN per Gerichtsverfahren abwenden konnten.
Vielen Dank für Eure Kontaktaufnahme per Mail.

Christine Beach
Am 24. Dezember 2010 um 00:22 Uhr
Wenn es mehrere Opfer gibt, kommt dann nicht vielleicht eine Sammelklage in Betracht? Sind ebenfalls mit 7300,-€ reingefallen. Wollen die Sache jetzt dem Anwalt übergeben. Wären für Hilfe, welche Punkte ihr anführt (außer der offensichtlichen Irreführung) dankbar. Ebenfalls über Eure Gerichtsurteile oder Vergleiche.

Dieter Heymann
Am 2. Februar 2011 um 16:28 Uhr
Hallo liebe Mitbetroffene,

ich bin auch Betroffener und würde mich gern an einer
Sammelklage beteiligen.
Damit ich angeschrieben werden kann, stelle ich gern zur Coordination meine E-Mail Adresse zur Verfügung.
info@seehotel-dreiklang.de

Dieter Heymann

Mel
Am 21. Februar 2011 um 09:38 Uhr
Hallo liebe Mitbetroffene,

nun stehen wir ebenfalls vor so einem Fall.
Kann mir jemand bitte ein Urteil oder Beschluss zukommen lassen bzw. mir das Aktenzeichen schicken damit ich das in ANONYMISIERT anfordern kann?
das wäre wirklich super… und ist für alle Betroffenen hilfreich..

LG

Mel

Mel
Am 21. Februar 2011 um 09:42 Uhr
Hallo liebe Mitbetroffene,

nun stehen wir ebenfalls vor so einem Fall.
Kann mir jemand bitte ein Urteil oder Beschluss zukommen lassen bzw. mir das Aktenzeichen schicken und von welchem Gericht das Urteil kommt? damit ich das ANONYMISIERT anfordern kann?
das wäre wirklich super… und ist für alle Betroffenen hilfreich..
Wer mir helfen kann
kann sich gerne unter folgender E-Mail Adresse melden:
mywish58@live.de

LG

Mel

Andreas
Am 12. März 2011 um 12:13 Uhr
Hallo zusammen,

bitte nicht falsch verstehen! Ich möchte niemandem auf die Füße treten oder beleidigen- aber was ich mich dabei frage: Wogegen wollen Sie denn genau klagen? So wie ich das verstanden habe, hat dieser Verlag seine Kosten nicht versteckt. Gut, der Verlag hat anstatt einer Gesamtsumme eine Einzelsumme genannt, die man selbst ausrechnen muss. Das ist aber nicht verboten und als Geschäftsführer einer GmbH sollte man sowieso in der Lage sein Angebote zu vergleichen und ggf. auch nicht anzunehmen.

Freue mich auf freundliche konstruktive Antworten

Lg
Andreas

Mel
Am 25. Mai 2011 um 08:48 Uhr
So meine Lieben Freunde,

nun das Ergebnis der Gerichtsverhandlung. Die Internationale Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft hat die Forderung eingeklagt.
Das Urteil:
Die Klage wurde abgewiesen. Die Klägerin trägt die Kosten für die Verhandlung:)
Wenn ihr einen top Anwalt braucht dann kann ich euch meinen Empfehlen:9

LG Mel

Andreas
Am 12. Juli 2011 um 13:10 Uhr
Hallo Leute,
haben diese Kakerlaken nun auch an der Backe!
Streitwert: ca. 5.000 EUR
bin dankbar um jede Hilfe!!!

TRAPP MICHAEL
Am 11. August 2011 um 23:10 Uhr
Hallo Mel!

Sie hatten am 25.05.2011 geschrieben, dass die Internationale Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft mit einer Klage abgeweisen wurde: Für die Bennenung des Gerichtes und des gerichtlichen Aktenzeichens dieses Verfahrens wäre ich sehr dankbar.

Grüsse Michael Trapp

Alp
Am 24. Oktober 2011 um 08:38 Uhr
Hallo Leute,
wir haben heute unsere Gerichtsverhandlung.
Jeder der Interesse an weitergehenden Informationen hat meldet sich bitte unter meiner Emailadresse
ay@interactive-one.de mit Firma und Ansprechpartner.
Telefonat gerne im Anschluß.
Danke

KH
Am 19. Januar 2012 um 12:34 Uhr
Und ein Kunde von unserer PR-Agentur ist auch betroffen. 11.316 Euro stehen hier zu buche. Unglaublich, wie die Vorgehensweise ist. Nie wird mal konkret gesagt, dass ein Bild mehr als 1.200,- Euro kostet. Unser Kunde hat ? wie bei der Presse üblich ? einfach eine Auswahl an Bildern geschickt, die natürlich gerne alle aufgenommen wurden… Wir sind dankbar über Rückmeldungen zu den Ausgängen der Verfahren, die hier genannt werden…

Ingo Vögele
Am 28. Januar 2012 um 14:48 Uhr
Super Beitrag! Wir hatten gerade auf unserem Blog das selbe Thema: http://bit.ly/xZdWYe. Es wird Zeit, dass wir diesen Verbrechern das Handwerk legen!

Beste Grüße
Ingo Vögele

Martin K. Wolff
Am 1. Februar 2012 um 13:39 Uhr
Hallo zusammen,

ein Mandant von uns wurde gerade in England von der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschft mbh (?IWN?) auf Zahlung einer hohen vierstelligen Summe verklagt. Unserer Auffassung nach stellt das Geschäftsgebahren der IWN unserer Mandantin gegenüber nicht nur eine Abzocke, sondern auch einen Betrug im strafrechtlichen Sinne dar. Dem unbefangenen Leser wird suggeriert, an einem redaktionellen Beitrag in einer Zeitschrift mitzuwirken. Tatsächlich lässt sich die IWN diese Mitwirkung teuer bezahlen, was entgegen des Transparenzgebotes nur versteckt zu erkennen ist. Diese Geschäftspraktiken sind darauf angelegt, bei dem Leser den Eindruck der Kostenlosigkeit zu erwecken, um ihn zum Abschluss eines kostenpflichtigen vermeintlichen Werkvertrages zu bewegen. Vom Landgericht München I wurden diese Praktiken bereits als ?nicht vereinbar mit den Gepflogenheiten des seriösen kaufmännischen Rechtsverkehrs? bezeichnet. Hier einige Entscheidungen von Gerichten, die das ähnlich sehen:

- LG München I 14 HKO 24215/10
- LG Hannover 26 O 142/04
- AG Waldshut-Tiengen 7 C 31/11

Sollten Sie weitere Entscheidungen kennen, wäre ich um Übersendung an meine E-Mail Adresse wolff@hdh.net dankbar.

Beste Grüße

Dr. Martin K. Wolff

M.Krone
Am 21. Februar 2012 um 09:37 Uhr
Hallo.

Wir bekommen regelmässig diese Angebote und sind bisher nicht darauf reingefallen. Auffällig ist, dass es die unterschiedlichsten Titel sind, die aber alle auch der gleichen Gebend (Ruhrgebiet) kommen, z.B. Mühlheim, Rheine, Düsseldorf. Kann man nicht generell gegen diese Firmen (wahrscheinlich laufen die Fäden irgend zusammen) vorgehen. Auf Dauer nervt diese Post ja auch. Wir sammmeln diese Briefe seit einiger Zeit in einem Ordner, man weiss ja nie, ob das nochmal nützlich sein kann. Wer Interesse hat, weil er gerade im Verfahren steckt, wi können da gern mit Kopien dienen.

Wird nicht irgendwann mal die Staatsanwaltschaft auf so ein Geschäftsgebahren aufmerksam?

mfg,

M.Krone

Ulrich Lengenfeld
Am 7. März 2012 um 11:28 Uhr
Vorsicht!!!!

Es gibt begründeten Verdacht, dass diverse Verlage in Deutschland durch diese Methode allein in den letzten Jahren, unbemerkt von der Öffentlichkeit, einen größeren zweistelligen Millionenbetrag kassiert haben. Es ist immer die gleiche Vorgehensweise: Zuerst wird mit einer kostenfreien Veröffentlichung für einen redaktionellen Text geködert. Nur nebenbei wird dann erwähnt, dass Bildmaterial pro Millimeter berechnet wird. Das kann man schnell übersehen.

Letztlich erhält man dann eine Rechnung für einen Artikel mit Fotos, die schnell einige tausend EURO betragen kann, obwohl man nur mit einer üblicherweise kostenfreien redaktionellen Veröffentlichung gerechnet hat.

Unsere Recherchen haben auch ergeben, dass lediglich kaum nennenswerte Auflagen von ca. 10.000 Exemplaren gedruckt werden, die vermutlich dann wahllos an unterschiedliche Unternehmen verschickt werden. Man hat dann für den hohen Rechnungsbetragt wohl kaum eine erwähnenswerte Gegenleistung von den Verlagen erhalten.

Sollten Sie eine ähnliche Erfahrung mit dem Verlag ?Internationale Wirtschaftsnachrichten? gemacht haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Jede Information hilft uns die Öffentlichkeit und damit auch die Unternehmen über diese nach ?Abzocke riechende? Methode zu informieren und damit dieser Masche ein endgültiges Ende zu bereiten. Ihnen hilft es möglicherweise eine noch nicht bezahlte Rechnung künftig auch nicht zahlen zu müssen. Wenn Sie bereits gezahlt haben kann das Geld unter bestimmten Voraussetzungen von den entsprechenden Verlagen zurück gefordert werden.

Nähere Auskunft:
Ulrich Lengenfeld
Freier Journalist
Mobil 0171 990 23 50
ulrich-lengenfeld@web.de

Ulrich Lengenfeld
Am 8. März 2012 um 12:56 Uhr
Ist schon heftig oder?

Auf meinen vorstehenden Hinweis hat der IWN Verlag auf der eigenen Home Page wilde Drohungen ausgestoßen. Na klar es geht um Mio pro Jahr..
Lächerlicher Versuch… Alle hier im Blog haben die üblen Erfahrungen gemacht und natürlich werden wir bei den laufenden Magazinen unbeirrt weiter recherchieren.
Leute denkt daran das kostet schnell mal 6-15.000 an Rechnungsbeträge von dem Pamphlet. Also schön aufpassen!!!

Masche geblieben; Name geändert. Nun heißt das Pamphlet WIRTSCHAFT HEUTE und ECONOMY TRIBUNE

Hier was der Verlag auf seiner Page geschrieben hat:

Auf Ein Wort in eigener Sache.
Liebe Besucher,

bedauerlicher Weise ist an uns herangetragen worden, dass es in letzter Zeit Versuche gegeben hat, unseren Verlag mit Falschbehauptungen und unfairen Mitteln bei unseren Kunden und potenziellen Kunden zu diskreditieren.

Uns sind die Urheber dieser Angriffe bekannt. Wir prüfen derzeit juristische Schritte gegen die Personen hinter diesen Machenschaften und werden diese in aller Entschiedenheit zur Rechenschaft ziehen.

Ihnen, unseren Kunden und Partnern, wollen wir an dieser Stelle einmal mehr unseren Dank für die gute langjährige Zusammenarbeit aussprechen.

Wir werden Ihnen auch weiterhin partnerschaftlich zur Seite stehen und freuen uns auf gute Zusammenarbeit.

Ihr IWN-Verlag Team

Partnerschaftlich???? Gute Zusammenarbeit????
Unsere Liste von den ?partnerschaftlichen Firmen? wird immer länger und länger
Schreibem Sie mir was Sie erlebt haben mit diesem Verlag

Ulrich Lengenfeld
ulrich-lengenfeld@web.de
0171 9902350Ulrich Lengenfeld
Am 8. März 2012 um 13:19 Uhr
Würtz Wein hat auf seinen Home Page folgendes:

Vorsicht Abzocke!Es hat den Anschein, als ob einige ?findige? Menschen die Weinbranche als neues Betätigungsfeld für ihre merkwürdigen Geschäftsmodelle entdecken. So auch ?Wirtschaft heute?, ein ?Magazin? für Unternehmer und Unternehmen.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Während der Prowein in Düsseldorf kam ein ?Journalist? an den Stand des VDP Weingutes Juliusspital. Er gab vor, einen Beitrag über das Weingut für das genannte Magazin zu erstellen. Selbstverständlich bekam er bereitwillig Auskunft, warum auch nicht. Einige Wochen später kam der Beitrag mit der Bitte um Korrektur und Druckfreigabe zurück. Das Ganze war kostenfrei, theoretisch allerdings nur.

Natürlich könne man Belegexemplare zum Vorzugspreis kaufen, so die Auskunft des ?Verlages?. Das ist eine völlig normale und übliche Praxis. Was allerdings absolut unüblich und heftig ist, ist der nachfolgende Passus:

?Die Veröffentlichung der Fotos ist wie im Layout vorgesehen. Die Kosten hierfür betragen 9,95 € pro mm Höhe/Spalte?. Macht bei den im Text vorgesehenen Bildern in etwa 5.500 (!) Euro. ?Insertion von Bildmaterial? nennt sich das Ganze. Kaum zu glauben, aber wahr. Glücklicherweise hat die zuständige Mitarbeiterin im Weingut auch das Kleingedruckte gründlich gelesen, sonst wäre das ein teurer Spaß gewesen. Ein kurzer Blick auf Google genügt übrigens, um einen sehr deutlichen Eindruck von ?Wirtschaft heute? zu bekommen.

Was lernen wir daraus? Nicht jeder, der vorgibt ein Journalist zu sein, ist auch einer. Immer genau hinschauen, insbesondere bei sogenannten ?Unternehmensportraits?. Seriöse Journalisten und Medien bieten zwar immer Vorzugsexemplare einer Publikation an, verlangen sie allerdings Geld für Text und Fotos, einfach die Finger davon lassen. Hat man erst einmal einen solchen Vertrag unterschrieben, sitzt man in der Falle und muss zahlen!

Ein weiterer Beitrag zu diesem Thema findet sich auf ?yoopress?

Meike
Am 8. März 2012 um 21:48 Uhr
Habe heute auch bekommen… da steht?s aber doch, dass es kostet! ?Wer nicht liest, kennt die Welt nicht?….

1 TRACKBACK(S)
zum Beitrag ? Achtung Abzocke: Internationale Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft? Anonymous
Am 8. März 2012 um 18:08 Uhr
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