„Hast Du den Vorfall bei den Behörden gemeldet?“ - „Ja“ - „Und, was sagen die?“ - „Nichts, eigentlich nichts“ - „Hmm..., und, hast Du die Botschaft kontaktiert?“ - „Nein“ - „Würde ich Dir aber in so einem Fall empfehlen - Du bekommst sicher Hilfe von der Botschaft“ - „Nein, glaube ich nicht.“ -„Ich bin mir da aber sicher, mit einem Dokument von den ermittelnden Behörden kannst Du bei der Botschaft vorsprechen“ - „Das bringt mir jetzt nichts, ich kann das Hotel nicht verlassen, weil ich nicht zahlen kann.“ „Na ja, Du musst es letztlich verlassen, weil Du ja keine Ausweispapiere mehr hast, ohne Pass kannst Du auch nicht fliegen, also musst Du zur Botschaft...“
„...nun, was kann oder soll ich tun?“ - „Ja, wir sind doch Weinjournalisten, Kollegen also..., könntest Du mir nicht das Hotel zahlen und den Flug - ich überweise es Dir sofort zurück, wenn ich in New York bin“ - „Sag mal, hast Du mal Deine Familie informiert“ - „Nein, habe keinen Kontakt“ - „Wieso, Du hast doch auch Kontakt zu mir via Facebook“ - „Ja, aber ich kann meine Familie nicht kontaktieren“ - „So..., und hast Du nicht reale Freunde oder Geschäftspartner die Dich kennen, die Du fragen könntest“ - „Nein, von hier aus habe ich keinen Kontakt zu denen“ - „Hmm...“ - „Du kannst doch sicher Deine realen Freunde, Familie oder auch Bank vom Hotel aus anrufen?“ - „Nein, man will mir keine Dienstleistung mehr gestatten“ - „Was...? Glaube ich nicht!“ - „Doch ist so...“
„...also, kannst Du mir in dieser Notsituation nicht Geld senden“ - „Hmm..., nein kann ich nicht“ - „Wieso nicht, ich kann und werde Dir das ersetzen - versprochen“ - „Na ja, welche Sicherheiten solltest Du mir geben können, für den Fall, dass ich Dir helfe, ich meine Hotelkosten und Flugkosten sind ja nicht gerade ohne...“ - „Sicherheiten? Mein Name, ich meine ich bin in der deutschen Weinszene als Weinjournalist anerkannt, ich habe einen Namen in der Szene!“ - „Na prima, dann hast Du doch sicher Menschen, die Du öfters triffst und die kannst Du doch kontaktieren, ich kenne Dich nur dem Namen nach“ - „Nein, geht nicht, ich habe keinen Kontakt von hier aus“ - „Hmm..., Du hast doch auch mich hier in Facebook kontaktiert, wieso geht das nicht mit Deinen anderen, wirklichen Freunden?“ - „Nein, geht nicht - ich habe keinen Internetanschluss“ - „Oh, und wie kommunizierst Du nun mit mir“ - „Na, über einen PC in der Business-Lounge.“ „Aber eben sagtest Du, dass man Dir im Hotel keine Dienstleistung mehr gewähren würde“ - „Die in der Business-Lounge wissen noch nichts davon“ - „Oho...“
„...also, entweder willst Du mich verarschen oder Du spinnst“ - „Nein ich spinne nicht, ich bin in einer Notsituation und brauche Deine Hilfe“ - „Ok, wieso gerade meine Hilfe?“ - „Ja, hilfst Du mir jetzt oder nicht?“ - „Nein!“ - „Das heißt, Du lässt mich hier hängen?“ - „Ja“ - „Ich verspreche Dir, dass Du Dein Geld zurück bekommst“ - „Nein, ...was Du mir erzählst ist mir zu suspekt und auch irgendwie weltfremd, sorry, aber ein bekannter Weinjournalist, perfekt zweisprachig, ...na, also mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen...“ (a.wirtzfeld)





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Hallo.
Genau solch eine Story habe ich quasi-live miterlebt.
Ein Freund rief mich an und berichtete mir von der Story die sich gerade am abspielen war. Da ich vermutete, dass jemand das FB-Profil des Freundes gehackt hatte, riet ich ihm den Freund zu bitten ihn so zu kontaktieren, wie sonst auch. Das tat er nicht.
Wie sich später herausstellte hat ich mit meiner Vermutung recht. Der richtige Freund meldete sich ein paar Tage später und sagte sein Laptop hätte einen Virus gehabt und entschuldigte sich.
Man sollte also immer den gesunden Menschenverstand eingeschaltet lassen und auf der anderen Seite (als FB-User) zusehen, dass wenn man sich schon über ein offenes WLAN einloggt, dass man MINDESTENS die FB-Seite ind er HTTPS-Version aufruft ...