Pro Jahr werden rund 5.000 in- und ausländische Weine aus dem rheinland-pfälzischen Handel und aus Kellereien untersucht. Es wird geprüft, ob sie den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen oder ob sie zum Beispiel mit verbotenen Zusätzen behandelt wurden, um die Qualität nachträglich zu verbessern. Dazu werden die Weine von den Weinkontrolleuren des LUA auf ihren Geruch, Geschmack und ihr Aussehen verkostet und anschließend im Labor auf ihre chemische Zusammensetzung hin untersucht. Die Analysen bringen mögliche Schummeleien ans Licht.
Brzezina und sein Team können demnach verbotene Zuckerbeigabe ebenso nachweisen wie technisches Glycerin oder künstliche Pfirsicharomen, mit denen minderwertige Weine illegal zu vollmundigen Tropfen gemacht werden sollen.
Tomasz Brzezina hält dem ILCA Mainz seit dem Beginn seiner beruflichen Laufbahn die Treue. Nach seinem Studium der Lebensmittelchemie in Frankfurt und Münster absolvierte er in Mainz sein Pflichtpraktikum und wurde anschließend fest eingestellt. 2002 übernahm der im polnischen Kattowitz geborene Brzezina die Leitung des Arbeitsbereichs Weinchemie im Institut.
Der 48-Jährige ist ein anerkannter Fachmann für Weinchemie und Weinrecht. Seit kurzem ist er Mitglied im Bundesausschuss für Weinforschung. Dessen Mitglieder beraten das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in allen Fragen der Weinforschung und -Untersuchung. (aw.yoopress)





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