Giulio nutzte schon in jungen Jahren seine ausgeprägten sensorischen Fähigkeiten um den Charakter und die Qualität der Weine zu verstehen. Und es dauerte nicht lange, dann erkannten auch die Erzeuger in der Toskana das Potential dieses heranwachsenden außergewöhnlichen Verkosters - und alle wollten sie mit ihm kooperieren. Daraus ist dann im Laufe der Zeit eine Karriere von fast 70 Jahren geworden, die Giulio Gambelli zu einem unerschütterlichen Verfechter der reinsortigen Sangiovese-Weine werden ließ. Auch die Zeiten des Verschnitts von Sangiovese-Trauben mit anderen internationalen Rebsorten, deren Blends man auch in der Toskana versuchte, hat er immer dem Sangiovese die Treue gehalten.
Der Journalist Carlo Macchi, der die Biographie von Gambelli im Jahr 2007 verfasste beschrieb ihn als einen „Schmetterling“, der, statt webzufliegen, den Sangiovese verfeinert und leichter gemacht habe. „Giulio schmekt, was andere nicht schmecken - es gibt niemandem, der ihm in der Weinbeurteilung das Wasser reichen kann“, so Macchi weiter.
Auf den Social Media Plattformen wurde Giulio Gambelli Tribut gezollt: „Gambellis Vermächtnis ist ein starker Glaube an den Sangiovese“, schrieb ein User, ein anderer: „Gambelli ist der wichtigste Protagonist des Sangiovese gewesen“, und ein anderer brachte es auf den Punkt: „Giulio Gambelli - Il grande maestro del Sangiovese“. (a.wirtzfeld)





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