„Das Interesse von Investoren an hochwertigen europäischen Weinen ist spürbar“, sagte John Authers anlässlich seines Besuchs bei der London International Wine Fair und stellte fest: „Wein als Vermögenswert konkurriert und kollidiert nicht mit Aktien oder Anleihen. Wein ist ein sicherer Hafen wie Gold.“
„Es gibt ein Gesetz in den Wirtschaftswissenschaften, genannt Gesham-Gesetz. Es behandelt alternative Investments für die jeweils kommende Dekade. Und Wein ist durchaus für Investoren attraktiv“, sagt der ehemalige Hedge-Fonds-Ökonom und Autor des Buches SWAG: (Silver Wine Art Gold). „Einfach ausgedrückt: Schlechtes Geld treibt die Anleger auf die Suche nach gutem Geld. In diesem Fall ist das Schlechte die Euro-Währung und das Gute die Vermögenswerte wie Wein.“
Dem gegenüber ist Hennig Thoresen, CEO der Bordeaux Winebank und Geschäftsführer der 50 Millionen Euro Wine Growth Fund, eher zurückhaltender. Obwohl er laufend Anfragen bezüglich der Euro-Volatilität vor allem aus Asien erhält, sagt Thoresen: „Wir raten den Investoren ruhig zu bleiben. Wir haben immerhin einen 10-Jahres-Horizont und ich glaube nicht, dass die Situation in der Eurozone langfristig die Investitionen beeinflussen wird. Daher gibt es keinen Anlass, den Markt mit Investitionen in Weine zu überschwemmen.“
Und trotzdem lässt sich zur Zeit ein merklicher Anstieg der Investitionen in Wein nachweisen. Dies belegt die Steigerung des LIV-EX (führender Index der Londoner Weinbörse), der um satte 22 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres zulegte. In dieser Zeit schaffte der FTSE100 (wichtigster britischer Aktienindex) lediglich ein Plus von 11 Prozent. (red.yoopress)





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