Labeyrie glaubt, dass die konstant kühlen Temperaturen des Meeres und die absolute Dunkelheit in dieser Tiefe die Weine langsam reifen lässt, wobei die Intensität der Früchte erhöht sowie der Geschmack vertieft würde. In der Testphase der vergangenen fünf Jahre hat Labeyrie in der Bucht von Arcachon bereits 10.000 Flaschen seines eigenen Weines in einer Tiefe von 5 Metern reifen lassen. „Der Nutzen ist allerdings wesentlich tiefer im Meer auch entsprechend höher“, sagte Frank Labeyrie.
Der zur Reife vorgesehene Wein wird in verstärkte Edelstahlbehälter platziert, die eine Tonne pro Kubikmeter Druck aushalten können. Die Behälter werden am Meeresboden verankert wo sie rund um die Uhr von Kameras und GPS Systemen überwacht werden. Die Kapseln der Flaschen werden zudem mit einem Wachssiegel versehen. So können die Flaschen maximal 10 Jahre in Ruhe reifen, wobei im Turnus von zwei Jahren der jeweilige Eigentümer sich Flaschen zur Verkostung geben lassen kann, um eine weitere Lagerung entscheiden zu können.
Zusammen mit der Wartungsfirma Jifmar Offshore Services hat Frank Labeyrie das Projekt und die Forschungsarbeit finanziert. Zum Handling gehören spezielle Boote und Unterwasserroboter, um das vertäuen der Tanks zu vollziehen. „Die Tests in einer Tiefe von 250 Metern waren erfolgreich, obwohl wir mit einigen Korken kleinere Probleme hatten, was wir aber nun im Griff haben.“, erklärt Foad Zahedi, Direktor von Jifmar.
Um den Service kümmert sich auf Dauer ein spezialisiertes Team von 10 Personen. Laut Foad Zahedi wird die Dienstleistung mit rund 17 Euro pro Flasche zu Buche schlagen, wobei eine Mindestanzahl an Flaschen pro Behälter gefordert ist. (red.yoopress)





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