Besonders betroffen waren die Winzer in Rheinhessen (hier vor allem am Rhein, wo zwischen Oppenheim und Worms etwa 5000 Hektar Schaden nahmen), in der Pfalz, in Franken (hier geht man von mehr als 30 Prozent Schaden aus) sowie auch in Württemberg, wo zum Beispiel die Genossenschaft Heuchelberg Weingärtner in Schwaigern eine Minderernte von 30 bis 40 Prozent befürchtet. Aus Rheinhessen wird berichtet, dass es vor allem den Dornfelder traf, eine Rotweinsorte, die im Bereich der preiswerten Weine und in der Kategorie Menge gefragt ist. Da sind im Lebensmittelhandel im nächsten Jahr Engpässe oder das Ausweichen auf andere Weine vorprogrammiert.
Noch kann die Natur etwas ausgleichen. Aber jetzt schon gilt, dass 2011 kein mengenmäßig starker Jahrgang sein kann - was nach dem ebenfalls nicht gerade üppigen 2010er bei manchen Betrieben die Substanz angreifen wird. Doch 2010 ist qualitativ viel besser als erwartet, bietet Weine mit viel Substanz und Spannkraft.
Der letzte Frostjahrgang in Deutschland war 1997 - er brachte letztlich sehr gute Qualität. Vielleicht ist die geringe Ernte beim 2011er ebenfalls vorteilhaft für das Niveau. Außerdem steht nach dem Gesetz der Serie ohnehin ein Superwein ins Haus: 1811 und 1911 waren aus qualitativer Sicht Jahrhundert-Jahrgänge. (r.knoll)
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Zitat Karl-Heinz Rebitzer, Weingutsleiter Fürstlich Castell´sches Domänenamt (Franken): "Bei uns betraf es vor allem die Rotweinsorten, am wenigsten den Silvaner. Insgesamt rechnen wir mit einer um rund 30 Prozent reduzierten Ernte".