2,8 Millionen Euro-Hilfe für fränkische Winzer wegen Frostschäden in 2011

Donnerstag, 05. April 2012 | 07:30 Uhr | RED.YOOPRESS | WEINBAUGEBIETE
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Hermann Mengler, Leiter der Fachberatung für Kellertechnik und Kellerwirtschaft des Bezirks Unterfranken und Karl Martin Schmitt Weingut Schmitts Kinder betrachten die Frostschäden in den Randersackerer Lagen (Foto: Frankenwein)

DEUTSCHLAND (München) - Von den Frostschäden Anfang Mai 2011 besonders betroffene Winzer können in den nächsten Tagen mit einer Entschädigungszahlung durch den Freistaat Bayern rechnen. 277 entsprechende Anträge seien bereits bewilligt worden, die entsprechenden Bescheide würden noch vor Ostern zugestellt, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in München. Insgesamt 2,8 Millionen Euro Frosthilfe würden in den nächsten Tagen als Direkthilfe ausbezahlt.

Bisher sind laut Landwirtschaftsministerium 353 Anträge auf Frostentschädigung eingereicht worden, 15 davon seien noch offen. Einige Anträge seien von den Antragstellern selbst zurückgezogen worden. Andere hätten die Bewilligungskriterien nicht erfüllt.

So musste der Schaden auf die Frostnächte Anfang Mai 2011 zurückgeführt werden können. Je nach Schadenshöhe musste zudem im Vergleich zum Ertrag der vergangenen drei Jahre ein Ernteausfall von 30 bis 40 Prozent nachgewiesen werden. Der Mindestschaden lag zudem bei 6000 Euro, bezogen auf den Großhandelspreis der Trauben.

Ende November hatte die bayerische Staatsregierung beschlossen, im Rahmen des Nachtragshaushaltes für 2012 dem Landwirtschaftsministerium zusätzliche Mittel für die Frostentschädigung der Weinbauern zur Verfügung zu stellen.

Nach Angaben des Fränkischen Weinbauverbandes waren durch den Mai-Frost rund 1500 der gut 6000 Hektar Anbaufläche stark geschädigt worden. Betroffen waren davon bis zu 200 Weingüter und rund tausend Traubenerzeuger. (henry.stern - mainpost)

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