Vor allem vom Silvaner, der in diesem Jahr 350jähriges Jubiläum in Franken feiert (wir berichteten), versprechen sich die VDP-Winzer Großes. Schon die ersten Kostproben in den fränkischen Weinbergen ließen auf eine außergewöhnliche Qualität schließen. "Noch nie hat ein Silvaner als Traube so gut geschmeckt", sagt Karl-Heinz Rebitzer vom Fürstlich Castell´schen Domänenamt (Castell).
Für den Silvaner präsentierte sich der trockene Spätsommer genau nach Maß. Die Rebsorte mag nämlich keine "nassen Füße" so kurz vor der Lese, die Trauben konnten 2009 in Ruhe und ohne Fäulnis reifen.
"Der Silvaner zeigt sich in seinem Jubiläumsjahr in seiner ganzen Größe", resümiert Dr. Heinrich Wirsching (Iphofen). Aber auch was den Rotwein betrifft, scheint 2009 Großes zu versprechen. "Hochreife, dickschalige und sehr kleinbeerige Trauben" konnte Paul Fürst (Bürgstadt) lesen, "einfach perfekt - das könnte ein großer Jahrgang werden."
"Weil die Trauben von Fäulnis oder Krankheiten verschont blieben, wurde in den fränkischen Weinbergen stressfrei gelesen" bilanziert Horst Sauer (Escherndorf). "Ob Silvaner oder Riesling, man konnte sich in diesem Jahr die Qualität aus dem Weinberg holen, die man brauchte, wenn man Mostgewicht und Säurewert genau im Auge behielt."
Für die leichten Weine mussten die Winzer jedoch bei der Lese etwas Tempo vorlegen. "Sonst wären uns die Mostgewichte davon galoppiert", sagt Eva Pfaff-Düker (Volkach). Alles in allem: Ein außergewöhnlicher Jahrgang mit überdurchschnittlichen Qualitäten, der jedoch nicht überall die erhoffte Menge brachte. (aw.yoopress)




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