Diese Änderung ist eine von mehreren Lockerungen der chinesischen Behörden zur Einfuhr von internationalen Weinen. Noch in 2005 hatten die Chinesen mit der Vorschrift, dass importiere Weine aus 100 Prozent Traubensaft bestehen müssen, für Irritationen gesorgt – denn chinesische Weine brauchen nur 50 Prozent Traubensaft enthalten. Die Angabe „enthält Sulfide“ auf den Etiketten bleibt aber nach wie vor Pflicht.
Im August diesen Jahres trafen sich der OIV-Präsident Yves Bernard und hochrangige Beamte des chinesischen Ministerium für Landwirtschaft. „Wir haben nicht explizit über Schwefel gesprochen“, sagt Yves Bernard. „Aber unsere bisherigen Dossiers hat man wohl intensiv studiert und ohne großes Aufheben nun den Schwefelgrenzwert fallen gelassen.“ Bernard hat bei diesen Gesprächen den Chinesen gegenüber klargestellt, dass die OIV als zwischenstaatliche Organisation die internationale Harmonisierung der bestehenden Praktiken und Standards fördert, um die Bedingungen für die Herstellung und Vermarktung von Wein- und Reben-Produkten zu verbessern und zwar auf Basis eines Konsenses.
Was nun nicht mehr vorkommen dürfte, beschreibt Garat Michel, Oenologe bei Château Bastor-Lamontagne in Sauternes: „Noch in diesem Frühjahr beschlagnahmte und vernichtete die Zollinspektion in Shanghai eine ganze Palette unseres Les Remparts de Bastor Lamontagne 2006, einfach weil die Schwefelwerte zu hoch waren. Somit ist der aktuelle Wandel der Einfuhrbestimmungen ein echter Fortschritt.“. Auch Direktor Perre Lurton von Château d'Yquem freut sich über die willkommene Änderung: „Wir haben bereits ein gutes Business-Netzwerk in China aufgebaut, nun beginnen wir Pläne für den offiziellen Markteintritt zu entwerfen.“ (aw.yoopress)




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