Schon vor 8000 Jahren wurde in der heutigen Ex-Sowjet-Republik Wein angebaut, noch bevor Reben im westlichen Europa kultiviert wurden. Hauptabnehmer waren traditionell, neben dem Eigenverbrauch, immer die Nachbarstaaten. Doch inmitten politischer Spannungen mit dem ehemaligen großen Bruder während der letzten Dekade und dem damit einhergehenden Einfuhrstopp nach Russland in 2006, ging die Weinproduktion in Georgien um 80 Prozent zurück. Eine kriegerische Auseinandersetzung in 2008 mit Russland brachte die Weinproduktion in Georgien dann fast zum Erliegen. (...wir berichteten u.a. unter dem Titel: „Winzer-Rebellen in Abchasien hoffen die Weltmärkte zu erobern“ und „Geisenheimer Unterlagen unterstützen Georgiens Weinwirtschaft“).
Seitdem versucht die georgische Weinindustrie wieder Fuß zu fassen, allerdings ist es noch ein weiter Weg die Exportzahlen von 59 Millionen Flaschen aus 2005 zu erreichen. Ein Großteil davon ging damals nach Russland und in die Ex-Sowjet-Staaten Ukraine, Kasachstan und Weißrussland. In letzteren haben die georgischen Weine noch Markenbekanntheit aus der kommunistischen Ära und hier liegen auch die Hauptanstrengungen der Weinindustrie, den Absatz wieder zu aktivieren.
Auf den anderen europäischen Märkten müssen sich die georgischen Erzeuger dem harten Wettbewerb stellen, für den sie noch nicht gerüstet sind. Außerdem haben ihre Weine noch nicht den Qualitätsstandart erreicht, um Weinliebhaber in den klassischen europäischen Anbauländern letztlich zu überzeugen. Aber man ist auf einem guten Weg und georgische Weine werden sich nach und nach auch hier dem Wettbewerb stellen können. (a.wirtzfeld)





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