Namensgeber ist die Toplage Niederhäuser Hermannsberg, die sich im Alleinbesitz des 30-Hektar-Gutes befindet. Den Beschluss traf der neue Eigentümer, der das Gut im Sommer 2009 erwarb, gemeinsam mit seinem Führungsteam Oliver Müller (Geschäftsführer) und Karsten Peter (Betriebsleiter).
Müller kann seine guten Beziehungen in der Top-Gastronomie ausspielen, um neue Kunden zu finden. Er gehört zu den namhaftesten Sommeliers in Deutschland, mit Stationen wie Glockenbach, Kempinski Vier Jahreszeiten München, Alfons Schuhbeck. Peter stammt aus einer Winzerfamilie in Bad Dürkheim, ließ sich den Wind der weiten Welt im Burgund, in Australien und Neuseeland um die Nase wehen, war dann beim Schwager Tim Fröhlich (Weingut Schäfer-Fröhlich) in Bockenau (Nahe) und zuletzt im rheinhessischen Weingut Schloss Westerhaus tätig. Den Jahrgang 2009 von Hermannsberg hat er bereits voll verantwortet (Erstpräsentation auf der ProWein am VDP-Stand).
Über allem wacht der neue Eigentümer. Der 58-jährige studierte Diplom-Kaufmann Reidel bekleidete von 1977 bis 1990 Führungspositionen bei Beiersdorf, wechselte dann ins Investmentgeschäft und war Chairman des Beteiligungsunternehmens BC Partners in Deutschland und England. Anfang 2009 zog er sich zurück. Die Wirtschaftspresse bescheinigte ihm, dass er BC gut durch die Krise gesteuert habe. Jetzt sucht der Vater von sieben Kindern im Wein eine neue Herausforderung. (r.knoll)




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