Betrachtet man die Exportländer so führt Frankreich die Liste der Direktexporte nach China mit einem bisherigen Umsatz von 330 Millionen US-Dollar unangefochten an. Experten sind allerdings der Meinung, dass die Exporte noch deutlich höher sind, da französische Weine auch via Großbritannien, Schweiz und Singapur nach Hong Kong gelangen, diese aber nicht in der offiziellen Statistik den Exporte aus Frankreich zugeschrieben werden.
Laut der Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux (CIVB), dem Fachverband für Bordeaux-Weine, realisieren die Franzosen zwei Drittel der Gewinne mit Weinen unter 4,50 Euro im Verkaufspreis. „Unsere Exporte haben bisher in diesem Jahr schon die Werte vom letzten Jahr übertroffen“, sagt Georg Haushalter, Direktor der CIVB. „Wir führen dies aber auch auf die Finanzkrise in 2008 zurück, wobei sich der Markt nun im niedrigen Preissegment völlig erholt hat.“
Seitdem die chinesische Regierung die Verbrauchssteuer auf Wein im Jahr 2008 für Einfuhren in die Sonderverwaltungszone Hong Kong gestrichen hat, hat sich die Metropole am Perlfluss zum bedeutendsten Weinhandelszentrum in Asien entwickelt. Zusammen mit China hält Hong Kong rund 60 Prozent Marktanteil der 10 wichtigsten Weinmärkte weltweit. Im Übrigen hat China Deutschland als Importland Nr. 1 von Bordeaux-Weinen abgelöst (wir berichteten). (red.yoopress)





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