Wie DWI-Geschäftsführerin Monika Reule anlässlich des DWI Forums Export in Oppenheim weiter erläuterte, sei jedoch eine differenzierte Betrachtung der Exportmärkte erforderlich: "Erfreulicherweise hatten wir in diesem Jahr in unserem drittwichtigsten Exportmarkt Niederlande Umsatz- und Absatzsteigerungen von über 30 Prozent. Sie haben gemeinsam mit anderen Wachstumsmärkten die erwarteten Exportrückgänge insbesondere in Überseeländern wie USA, Kanada und Japan teilweise kompensiert. In diesen Märkten hat der starke Euro die insgesamt schwierige Wirtschaftssituation noch verschärft."
Innerhalb der 27 EU-Staaten war die Weinexportsituation insgesamt in der ersten Jahreshälfte mit einem Umsatzplus von acht Prozent und einem Mengenwachstum von 14 Prozent positiv zu sehen. Deutliche Umsatz- und Absatzzuwächse gab es außer in den Niederlanden (+ 31 % / + 34 %) beispielsweise auch in Irland (+ 49 % / + 56 %), Polen (+72 % / + 77 %) oder Schweden (+ 1,5 % / + 29 %). Exportrückgänge, die zum Teil auch wechselkursbedingt waren, mussten unter anderem in Großbritannien (- 16 % / - 13 %) oder Norwegen (- 4 % / - 17 %) hingenommen werden.
In allen Nicht-EU-Staaten zusammengenommen gab es ebenfalls sowohl Wert- als auch Mengenverluste in Höhe von 11,8 bzw. 11,3 Prozent. In Deutschlands wichtigstem Exportmarkt USA ging der Umsatz um sechs Prozent und der Absatz um ein Prozent zurück.
Die deutschen Weinexporteure erzielen etwa drei Viertel aller Erlöse in den vier Großräumen Nordamerika, Großbritannien/Irland, Benelux sowie Skandinavien. Dementsprechend fokussiert das DWI seine Maßnahmen auch auf diese Länder und ist darüber hinaus noch in Wachstumsmärkten wie Polen und Schweiz aktiv. Das DWI konnte 2009 durch zusätzliche Mittel in Höhe von 635.000 € aus dem nationalen Finanzrahmen der EU seine Marketinganstrengungen auf Drittmärkten noch weiter intensivieren. (aw.yoopress)




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