Pinot Noir verliert, Merlot gewinnt - „Sideways“-Effekt umgekehrt

Freitag, 17. Februar 2012 | 06:21 Uhr | RED.YOOPRESS | WEINHANDEL
Quelle: DECANTER
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Laut des kalifornischen Institutes NASS sei der Jahrgang 2011 hervorragend (Foto: Fotolia)

USA (Kalifornien) - Die kalifornischen Traubenpreise haben angesichts steigender Nachfrage bei gleichzeitigem Ernterückgang in 2011 ein neues Hoch erreicht. Außerdem zeichnet sich eine Umkehr des „Sideways“-Effekt ab, denn die Preise für Pinot Noir fallen, während gleichzeitig die Preise für Merlot steigen.

Die gesamte Erntemenge in Kalifornien betrug 2011 rund 3,34 Millionen Tonnen. Dies seien rund 6,9 Prozent weniger als in 2010 und nach 2008, dem Jahr mit der niedrigsten Menge, wie das US Department of Agriculture National Agricultural Statistics Service (NASS) in einer Pressemeldung mitteilt. Grund für die reduzierte Erntemenge sei die feuchte Witterung im Winter und Frühjahr gewesen, wodurch sich der Fruchtansatz verzögert hätte. Trotzdem charakterisiert das Institut den Jahrgang 2011 als „hervorragend“, räumt aber auch ein, dass die Weine in den gehobenen Kategorien etwas alkoholärmer seien als normal, was der „leichten und späten Ernte“ geschuldet sei.

Nach Angaben der NASS, sei die Rotweinausbeute um 6,5 Prozent auf 1,92 Millionen Tonnen und die Weißweinausbeute um 7,3 Prozent auf 1,43 Millionen Tonnen im Vergleich zum Erntejahr 2010 gesunken. Der durchschnittliche Preis für alle Rebsorten, inklusive Tafeltrauben, lag in 2011 bei 588,96 US-Dollar pro Tonne (rund 447 Euro). Dies sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr und 3 Prozent mehr als im Rekordjahr 2009.

Die Trauben aus dem Napa County erzielten laut NASS die höchsten Preise und lagen im Durchschnitt mit 3.400 US-Dollar pro Tonne (rund 2580 Euro) um 5 Prozent höher als zum Vorjahr. Dem gegenüber erzielten die Trauben aus Sonoma und den Marin Counties durchschnittlich 2.081 US-Dollar pro Tonne (rund 1580 Euro), was einem Zuwachs von 3 Prozent gleichkommt.

Erstmals seit 2004 gab es Anzeichen für eine Umkehr der Preisverhältnisse für Pinot Noir und Merlot. Der Kinohit „Sideways“ hatte damals zu einem Anstieg der Preise für Pinot Noir Trauben merklich beigetragen. In 2011 fielen die Preise für Pinot Noir um 21,7 Prozent auf einen durchschnittlichen Preis von 1.265 US-Dollar pro Tonne (rund 960 Euro - dagegen stiegen die Preise für Merlot um 13 Prozent und erzielten durchschnittlich 691 US-Dollar pro Tonne (rund 525 Euro). (red.yoopress)

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