Winzer in Frankreich wollen kostenlose Weinproben beibehalten

Freitag, 14. November 2008 | 23:35 Uhr | A.WIRTZFELD | WEINRECHT & GESETZ
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Kostenlose Weinproben und die Werbung für Wein im Internet sollen in Frankreich eingeschränkt werden

FRANKREICH (Bordeaux / Colmar) - Pläne der französischen Regierung, kostenlose Weinproben künftig zu verbieten, haben die Winzer in Frankreich auf den Plan gerufen. In Bordeaux versammelte Bürgermeister Alain Juppé am Donnerstagabend rund 150 Mandatsträger und Branchenvertreter zu einer Protestaktion. Was die Regierung plane, komme einer "Prohibition" gleich, kritisierte der frühere französische Premierminister, der der konservativen Regierungspartei UMP angehört. Für Sorge bei Winzern und Weinhändlern sorgt auch eine Diskussion über die Einschränkung der Weinwerbung im Internet.

Auch in anderen französischen Weinanbaugebieten protestierten die Winzer. Im elsässischen Colmar bedeckten Teilnehmer der Protestaktion ein Ortschild, das den Ort als "Hauptstadt des Weins" preist, mit der Aufschrift "Zensur". Das Pariser Gesundheitsministerium will kostenlose Weinproben nicht nur bei Landwirtschaftsmessen untersagen, sondern auch auf Weingütern. (aw.yoopress)

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