An der Wahl nahmen Männer wie Frauen gleichermaßen wie auch Bürger vom Land und von den Metropolen Frankreichs teil. Dabei stimmte die Altersgruppe der ab 65-Jährigen Bürger mit 95 Prozent gegen den EU-Beschluss und ebenfalls die Altersgruppe der 18-25-Jährigen mit noch beachtlichen 71 Prozent.
Ausgelöst wurde die nun immer heftiger werdende Diskussion gerade in Frankreich von den Weinländern Australien und Südafrika, wo Erzeuger billigen Rosé durch das Vermischen von Weiß- und Rotwein erzeugen (wir berichteten). Dagegen wollen die Franzosen scheinbar nicht auf die traditionelle Methode verzichten, wo der Rosé aus roten Trauben hergestellt wird, die entweder nicht oder nur kurze Zeit auf der Maische liegen, damit sie nicht die Farbe und das Aroma der Schalen annehmen und danach ohne Beerenhäute vergoren werden.
Wie die französischen Zeitungen Sud Quest und Midi Libre in ihren heutigen Ausgaben berichten, stehen nur 12 Prozent der Franzosen der neuen EU-Regelung ohne Vorbehalte gegenüber, wonach diese die neue Methode akzeptieren würden. Das ist dem französischen Landwirtschaftsminister Michel Barnier aber nicht genug, wie er der Presse mitteilen ließ.
Obwohl die EU-Kommission den Franzosen bereits einen Kompromiss zugesagt hat, eine spezielle Benennung ihrer traditionellen Roséweine zu gewähren, um diese von den vermischten Roséweinen zu unterscheiden (wir berichteten), wird doch mit Spannung die Gesetzgebung der EU im Juni diesen Jahres erwartet. (aw-yoopress)





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