Die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen des Jahres 2011, geprägt durch einen frühen Austrieb, Frühjahrstrockenheit und einen feucht-warmen Sommer, haben partiell zu atypisch niedrigen Säuregehalten und entsprechend hohen pH-Werten geführt. Laut Ministerium seien somit die weinbaulichen Voraussetzungen gegeben, in diesem Jahr die Säuerung zuzulassen. Die Säuerung sei für alle Erzeugnisse des Erntejahrgangs 2011 möglich.
Nun muss der Winzer entscheiden, was er macht, denn bekanntlich ist neben dem Mostgewicht der Gesamtsäuregehalt ein wichtiger Indikator für die Weinbereitung. Es gab bereits 2003 ein Weinjahr, wo extreme Temperaturen zu einer intensiven Säureverarmung der Grundweine führte. Die Säure ist ohne Frage das Rückgrat des Weins, stabilisiert diesen und gibt ihm das Potenzial zum Altern. Sensorisch verleiht die Säure dem Wein Struktur, frische und auch den fruchtigen Gesamteindruck. Weine mit wenig Säure wirken dagegen oft flach und fahl. (red.yoopress)




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