Freispruch für Journalisten Andreas März in der Carapelli-Affäre

Dienstag, 18. August 2009 | 05:24 Uhr | R.KNOLL | WEINRECHT & GESETZ
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Andreas März kann aufatmen. Die Klage des Ölkonzerns Carapelli ist nicht nur vom Tisch, das Gericht bescheinigte dem Chefredakteur der Merum absolute journalistische Korrektheit

ITALIEN (Lamporecchio) - Andreas März, Chefredakteur der deutschsprachigen Weinzeitschrift Merum, die ausschließlich Italien zum Thema hat, konnte aufatmen. Nach mehreren ebenso kritischen wie gründlichen Bestandsaufnahmen über die Zusammensetzung italienischer Olivenöle wurde er vom Ölkonzern Carapelli wegen Rufschädigung verklagt (Wir berichteten). Dabei hatte März lediglich Untersuchungsergebnisse verschiedener Institutionen veröffentlicht, die eine schlechte Qualität nicht nur der Carapelli-Öle nachwiesen. Auch über falsche Deklarationen wurde berichtet.

Die Klage wurde für das Florenzer Unternehmen zum Rohrkrepierer. Bei der Gerichtsverhandlung verlangte zwar der Staatsanwalt eine Geld- und Freiheitsstrafe (sechs Monate ohne Bewährung), aber das hohe Gericht sprach März nicht nur frei, sondern bescheinigte ihm außerdem absolute journalistische Korrektheit.(r.knoll)

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