2000 Euro Geldbuße für Zerstörung gentechnisch veränderter Rebstöcke

Donnerstag, 19. November 2009 | 20:42 Uhr | A.WIRTZFELD | WEINRECHT & GESETZ
Quelle: AFP
0911_inra
Elsässisches Forschungsinstitut (INRA) bedauert milde Strafe des Colmarer Gerichts

FRANKREICH (Colmar) - Wegen der Zerstörung von 70 gentechnisch veränderten Rebstöcken auf einem Versuchsfeld im Elsass ist ein französischer Biologe zu einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt worden. Das Gericht in Colmar blieb damit am Donnerstag weit hinter der Höchststrafe von dreieinhalb Jahren Haft und 35.000 Euro Buße zurück. Der 46 Jahre alte Elsässer, der seit Jahren gegen gentechnische Experimente mobil macht, war im September über den Zaun des Versuchsfelds geklettert und hatte die Pflanzen abgeschnitten. Anschließend stellte er sich selbst der Polizei.

Vor Gericht sagte der Biologe aus, er habe "im Namen des Umweltschutzes" eine Debatte über gentechnisch veränderte Organismen auslösen wollen. Das staatliche landwirtschaftliche Forschungsinstitut INRA kritisierte die Strafe als zu mild. Sie sei kein starkes Signal für all jene, die mit solchen Aktionen die "öffentliche Forschung" gefährdeten.

Das Straßburger Verwaltungsgericht hatte das fragliche Versuchsfeld Ende September für illegal erklärt, weil Auflagen der EU-Richtlinie für die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen nicht eingehalten wurden. (aw-yoopress)

Kommentare (1)
INRA
geschrieben am 21.11.2009 von RED YOOPRESS
Mehr Informationen zu INRA (L`institut national de la recherche agronomique) auf deren Webseite: http://www.inra.fr/ [i](red.yoopress)[/i]