Pressemitteilungen der einschlägigen Industrie, wie beispielsweise vom amerikanischem Korkerzeuger Nomacorc, vom portugiesischen Korkriesen Amorim oder vom italienischen Verschluss-Hersteller Guala, lauten im Tenor, dass der klassische Korkverschluss und der Screw Cap sich zu Lasten des synthetischen Verschlusses zukünftig den Markt aufteilen werden.
Und der Markt ist riesig. Die Weinindustrie verwendet aktuell weltweit 17,5 Milliarden Verschlüsse. Etwa 2,5 Milliarden davon sind Schraubverschlüsse, davon wiederum werden ca. 1 Milliarde in Europa verwendet, mit zunehmender Tendenz. Auch die Neuseeländer, Australier und Argentinier verwenden immer mehr den Scew Cap.
Seine Anwendung findet der Screw Cap international gesehen insbesondere auch in zunehmendem Maße bei höherwertigen Weinen. Sein Vorteil: Im Gegenzug zum Verschluss mit Naturkorken gibt es bei der anschließenden Lagerung nur noch geringe geschmackliche Veränderungen. Wegen der erhöhten Sauerstoffdurchlässigkeit eignen sich jedoch die kostengünstigeren Varianten des Schraubverschlusses nicht für lagerfähige oder hochwertige Weine.
Dagegen gewährleisten die Long-Cap- und Stelvin-Cap-Verschlüsse, beide mit einer Dichteinlage aus Polyvinylidenchlorid (PVdC) und zusätzlich mit einer aufkaschierten Zinnschicht versehen, eine geringste Sauerstoffdurchlässigkeit (0,0002 bis 0,0008 cm3 O2 pro Tag), was dem aktuell angestrebten Idealwert entspricht.
Ein Vergleichstest von Weinen, die mit Korkverschluss und Schraubverschluss 25 Jahre lagerten, zeigte eindeutig den Vorteil des Schraubverschlusses bezüglich Frische und Haltbarkeit des Weines. (aw-yoopress)




Hits: 1268
Als Email versenden
Lesezeichen setzen








