„Durch die Forschungen im Qualitätsweinbau ist es möglich, die tatsächliche Wirkung der Weinberge auf die Umwelt zu bewerten“, erklärt Giovanni Mattii, Leiter des Projektes und Professor des Fachbereichs Obst-, Pflanzen- und Gemüseanbau der Universität Florenz. „Übertragen wir das Ergebnis, das wir in den Weinbergen der Tenuta dell’Ornellaia gemessen haben, auf die Gesamtfläche von Bolgheri, so zählen wir 20.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid, die von Reben verwertet werden“, so Mattii. „Ein Wert, der dem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von 6.000 Fahrzeugen entspricht, die jeweils 20.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen“, betont der Forscher.
Die positive Auswirkung, die die Pflanzen auf die Umwelt ausüben, entsteht durch die so genannte Photosynthese, bei der das Kohlenstoffdioxid mit Hilfe von Wasser und Licht in Kohlenhydrate verwandelt und somit unschädlich gemacht wird. Dadurch limitieren die Pflanzen den Anstieg des Kohlenstoffdioxids in der Luft und verbessern zudem das Mikroklima. Wie hoch die Kohlenstoffdioxid-Menge tatsächlich ist, die von den Reben während ihrer Photosynthese verarbeitet wird, erheben die Forscher mittels eines Infrarotmessgerätes, das mit einem speziellen Ballon ausgestattet ist. Dieser umhüllt die gesamte Krone der Pflanze, damit das Ausmaß des Gasaustausches genau bestimmt werden kann.
„Der verantwortungsvolle Umgang mit Energieressourcen und die Verbesserung der Energieeffizienz gehört seit jeher zu den Zielen unseres Weingutes“, berichtet Leonardo Raspini, Generaldirektor und Agronom der Tenuta dell’Ornellaia. „Das Engagement der Tenuta bezüglich Forschung und Energie ist ein Muss, das wir mit Fachleuten der Universität Florenz und Piacenza vorantreiben“, so Raspini.
Die Tenuta dell’Ornellaia beschäftigt sich im Rahmen ihrer Produkte und deren Herstellung zudem mit dem Thema Öko-Verträglichkeit. So gibt es eine hauseigene Klärfilteranlage, die die notwendige Wassermenge für die Arbeiten in Weinkeller und Weinberg umweltschonend aufbereitet. Außerdem wurde eine Photovoltaikanlage installiert, welche die Energie für die elektrischen Maschinen im Weinberg liefert. Es sind Maschinen, die ihren Verbrauch an den jeweiligen Arbeitsvorgang (600 Stunden im Jahr pro Arbeiter und Hektar) anpassen können. Da sie kein Kohlenstoffdioxid ausstoßen, ist ihr Einsatz umweltfreundlich. Darüber hinaus verringern sie den körperlichen Einsatz auf ein Minimum, so dass auch die Gesundheit der Arbeiter geschützt wird. (aw-yoopress)





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