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PORTRAITS

Rudolf Knoll im Gespräch mit Annika Strebel - Deutsche Weinkönigin 2011/12
Annika Strebel freut sich riesig über Ihre Wahl - Sie wird die Arbeit von Mandy Großgarten fortführen und freut sich auf das anstehende Amtsjahr als Deutsche Weinkönigin (Foto: DWI)

DEUTSCHLAND (Wintersheim) - Ihre Würzeln liegen im Familienweingut in Wintersheim. Dort will die gelernte Winzerin auch nach dem Weinbaustudium in Geisenheim mit einsteigen, nicht ohne vorher aber noch berufliche Erfahrungen in anderen Weinbaubetrieben zu sammeln. Als nächstes Ziel hat sie sich schon die französische Region Burgund ausgesucht, dort wird sie ihr studienbegleitendes Praktikum absolvieren. Dieses und vieles mehr wurde schon geschrieben über die neue Deutsche Weinkönigin Annika Strebel (23) aus Rheinhessen, aber längst noch nicht alles. Hier ein ergänzendes Interview von Rudolf Knoll.

 

R. KNOLL: Mal ganz ehrlich, war dieser Wahlerfolg eine Überraschung?

A.STREBEL: Und wie. Ich wurde davon regelrecht überrumpelt. Meine Favoritin war eine andere - mich selbst hatte ich nicht so auf der Rechnung.

R. KNOLL: Was war schwieriger, die Vorauswahl oder das Finale der sechs Kandidatinnen vor laufenden TV-Kameras?

A.STREBEL: Eindeutig die erste Runde. Da war ich ein reines Nervenbündel. Danach wollte ich eigentlich nur noch ich selbst sein.

R. KNOLL: Sie studieren in Geisenheim Weinbau. Noch ganz am Anfang?

A.STREBEL: Nein, schon mittendrin. Aber jetzt muss das Studium erst mal ein Jahr ruhen. In zweieinhalb Jahren, 2014, will ich fertig sein und mich dann in den elterlichen Betrieb in Wintersheim einbringen.

R. KNOLL: Kann man so ein Studium einfach abbrechen, nur weil man Weinkönigin geworden ist?

A.STREBEL: Von heute auf morgen funktioniert das nicht. Ich muss noch zwei Projekte zu Ende bringen, davon eines, das ich mit einer Studienkollegin betreue. Die kann ich jetzt nicht so einfach sitzen lassen. Und ich will unbedingt noch eine Seminararbeit über Weinfehler abschließen.

R. KNOLL: Haben Sie für diese Arbeit schon mit eigenen Weinen geübt?

A.STREBEL: Fehler habe ich nicht fertig gebracht, aber schon einen Wein, der meine Handschrift trägt. Mein Silvaner aus dem Jahrgang 2010, den ich als rheinhessische Weinmajestät als „Königin-Wein“ deklarierte, wurde bereits bei einer Verkostung für einen Weinführer sehr positiv bewertet. Darauf lässt sich aufbauen.

R. KNOLLL: Ein einmaliger Wein?

A.STREBEL: Nein, obwohl ich in den nächsten Monaten viel Stress haben werde. Aber es gibt mit dem 2011er eine Fortsetzung, wieder mit Silvaner, weil ich diese Sorte mag.

R. KNOLL: Sie werden als Weinkönigin nicht nur viel reden müssen, sondern auch verkosten. Macht das Spaß?

A.STREBEL: Aber ja. Selbst meine bislang härteste Verkostung in der Vorrunde für den Vinum-Rotweinpreis, als wir an einem Tag rund 150 Weine nach gut und weniger gut sortierten, war ein Vergnügen.

R. KNOLL: Na dann, alles Gute und danke Frau Strebel für das Gespräch.

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