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DIE GUETER: 20 Jahre lang erfolgreich für deutschen Wein

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WEINKOLLEKTIVE

DIE GUETER: 20 Jahre lang erfolgreich für deutschen Wein
Beste Weine der eigenen Region zu erzeugen ist gemeinsames Ziel - eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft mit dem Partner Schlumberger GmbH & Co KG ist die erfolgreiche Praxis (Foto: DIE GÜTER)
Producing the best wines of the region's is common goal - a joint venture with partner Schlumberger GmbH & Co KG is the successful practice (Photo: DIE GÜTER)

DEUTSCHLAND (Meckenheim) - Am Auftakttag der ProWein in Düsseldorf (Sonntag, 4. März) wird eine interessante deutsche Winzergruppe auf dem Stand A 05 in Halle 4 um 10 Uhr zu einem spannenden „zweiten Frühstück“ in Form einer Schatzkammerprobe bitten. Der Grund: „DIEGUETER“ feiern ihren 20. Geburtstag.

 

1992 war es, als der deutsche Wein langsam begann, sein über etliche Jahre währendes Schattendasein in der gehobenen deutschen Gastronomie abzulegen. Da schlossen sich auf Initiative von Nahe-Winzer Michael Prinz zu Salm-Salm (der erst knapp zwei Jahre vorher die Präsidentschaft des Verbandes der Prädikatsweingüter - VDP übernommen hatte), Annegret Reh-Gartner von Reichsgraf von Kesselstatt an der Mosel und dem Rheingauer Vordenker Bernhard Breuer sieben deutsche Weingüter aus sieben Gebieten zu einer Vertriebsgemeinschaft zusammen.

Der Wunsch war es, über eine schlagkräftige Organisation ein zwar sicher nicht vollständiges, aber dennoch ansehnliches Deutschweinportfolio aus einer Hand anzubieten und dadurch deutsche Weine in der Gastronomie neu und besser zu positionieren. Die sieben Betriebe (außer den genannten noch das Castell’sche Domänenamt in Franken, Dr. Bürklin-Wolf aus der Pfalz, Graf Neipperg aus Württemberg sowie Villa Sachsen/heute Rheingraf aus Rheinhessen) fanden einen guten Partner im Importhaus Schlumberger in Meckenheim, das damals schon mit einem starken Agenturnetz agierte, aber ausschließlich ausländische Weine vermarktete.

Bei Schlumberger hatte man registriert, dass Spitzenrestaurants zunehmend Interesse an trockenen deutschen Weinen zeigten. Und man war sich des Problems der Güter bewusst, dass diese zwar im regionalen Markt gut unterwegs sein können mit der Belieferung, aber mit der nationalen Distribution doch weitgehend überfordert sind. Unter dem Logo einer schlüsselähnlichen Weinelle, die als „Schlüssel zur Qualität“ Symbolcharakter hatte, begann damit eine fruchtbare Liaison…

Gespeist wurde sie nicht nur vom Engagement des Handelspartners, sondern ebenso von den Aktivitäten der Vereinigung, die einen recht umfangreichen Veranstaltungskalender mit eigenständigen und gemeinsamen Präsentationen vorweisen kann und mit den Agenturen Vertriebstagungen mit Schulungen durchführen, damit die Partner stets auf dem Laufenden sind.

Erfolg lockt an: Im Jubiläumsjahr sind neun familiengeführte Güter im Boot. Freiherr von Gleichenstein deckt Baden ab, Toni Nelles die Ahr. Die Organisation hat einen hohen Stellenwert für die Beteiligten, wie aktuelle Zahlen deutlich machen: Im Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte man ab Hof ca. 700 000 Flaschen und weitere 200 000 Flaschen über den Schlumberger-Direktbezug ab. Rund 130 deutsche Weine sind im Meckenheimer Gesamtsortiment (über 2000 Weine) zu finden, zu Konditionen, die sich nicht vom Direktbezug unterscheiden. Auch kleinere Mengen können, nach Bedarf sortiert, just in time bezogen werden.

20 Jahre nach der Gründung zieht Michael Prinz zu Salm-Salm, der erste Sprecher der Vereinigung, ein positives Resümee: „Wir arbeiten alle mit höchsten Qualitätsstandards. Unsere Erfolgsstory verbindet sich mit dem Siegeszug des deutschen Weines.“ Nur die selbstbewusste Zielsetzung („wir wollen das jeweils beste Weingut des Anbaugebietes sein“) hat keiner der Beteiligten bislang erreicht. Aber die meisten gehören doch zur Spitzengruppe in ihren Regionen. 

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