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Geisenheimer Weinmanufaktur – Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis
Studierende der Hochschule Geisenheim University und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach entwickeln gemeinsam Markenkonzepte für ein studentisches Weingut und stellen sich einem Wettbewerb im Rahmen einer Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit. (© Hochschule Geisenheim)

DEUTSCHLAND (Geisenheim) – Was ist für den Kauf eines Weines entscheidend, wenn man ihn nicht probieren kann? Es sind vor allem klare Markenkonzepte, die die Identität des Weines beschreiben und damit auch die Qualität spiegeln. „Markenentwicklung lernt man nicht im Hörsaal, dafür braucht man Praxis“ beschreibt Dr. Robert Göbel, Professor für Strategisches Management und Beratung an der Hochschule Geisenheim, die Grundidee des studentischen Markenprojektes.

 

Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis ist für die Studierenden eine attraktive Möglichkeit, durch konkrete praktische Problemstellungen Erfahrungen zu sammeln. Die rund 60 Studierenden aus Geisenheim meldeten sich für dieses Projekt und wurden durch 20 Studierende aus Offenbach ergänzt, die den Marken durch ein entsprechendes Design ein „Gesicht“ gaben.

Die betreuenden Dozenten sind bei dem Projekt „Geisenheimer Weinmanufaktur“ Berater und Moderatoren – Vorlesungen gibt es nicht. Die Arbeitsweise orientiert sich am realen Berufsleben. Verantwortung übernehmen, Konflikte bewältigen und Teamarbeit fördern – das sind die Faktoren, die für den Erfolg des Projektes entscheidend sind.

In vier Hauptteams erarbeiten die Studierenden an der Weinmanufaktur Geisenheim: (1) Die Oenologie-Teams übernehmen die strategische Produktentwicklung, die Entwicklung einer Weinstilistik und die Produktkommunikation. (2) Die Marken-Teams, die sich aus den Studierenden beider Hochschulen zusammensetzen, entwickeln konkurrierende Markenkonzepte. (3) Das Team für die Öffentlichkeitsarbeit erstellt Medienkonzepte, Pressemitteilungen, Internet-Auftritt und einen Film über das Projekt. (4) Das Event-Team organisiert schließlich die Abschlussveranstaltung im Stadion in Offenbach, bei der die Studierenden die Marken-Konzepte einer Jury und der Öffentlichkeit präsentieren.

Staatssekretär Ingmar Jung, der eigens zur Abschlussveranstaltung nach Offenbach gekommen war, freute sich über den großen Zuspruch der Studierenden: „Die Verknüpfung von Lehre und Praxis, für die die Hochschule Geisenheim steht, und die Zusammenarbeit der beiden hessischen Hochschulen, macht die Weinmanufaktur Geisenheim vor allem für die Studierenden zu einem besonderen Bildungsprojekt“

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Die studierenden aus Geisenheim und Offenbach sind auf dem besten Weg ein studentisches Weingut zu gründen. (© Hochschule Geisenheim)
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Die Sparda-Bank Hessen fördert das Projekt finanziell und ideell. Professor Jürgen Weber, Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Hessen betont bei seinem Grußwort, dass die Bank seit 2014 Projekte von Professor Göbel an der Hochschule Geisenheim unterstützt. „Für mich ist es auch ganz besonders schön zu sehen, wie die Studierenden der Hochschule Geisenheim – und in diesem Jahr auch die Studierenden der Hochschule für Gestaltung in Offenbach – von den praxisnahen Projekten profitieren und was für erstaunlich gute Ideen in dem Projekt entwickelt und vor allem – noch wichtiger – auch umgesetzt werden.“ Das Projekt hat auch das Ziel, ein studentisches Weingut zu ermöglichen, das von Studierenden organisiert und geführt wird. (red.yoopress)

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